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Malteser Celle

Integration durch Arbeit

Malteser Celle vermitteln Arbeitsstellen für Flüchtlinge

17.10.2018
Flüchtlinge unterrichten Flüchtlinge bei einem Erste-Hilfe-Kurs der Malteser in Celle; Bildquelle: Lukas/Malteser

Celle (mhd) Sieben feste Arbeitsverhältnisse in Vollzeit, dazu 16 Langzeitpraktika mit der Option auf Übernahme haben die Malteser in Celle in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 für Flüchtlinge vermittelt. Die Integrationsarbeit des katholischen Hilfsdienstes ist damit sehr erfolgreich.

Flüchtlinge und Malteser – das passt in Celle seit 2015 gut zusammen. Damals richtete der Hilfsdienst binnen 72 Stunden in Celle-Scheuen buchstäblich auf der grünen Wiese eine Notaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge ein. Die wurde Mitte 2016 wieder geschlossen, doch seitdem unterhalten die Malteser in der ehemaligen Residenzstadt einen Integrationsdienst und schulen Ehrenamtliche, die den Neubürgern beim Ankommen in Deutschland helfen.

Nun ernten die Malteser auch auf dem Arbeitsmarkt zunehmend die Früchte ihrer Mühen. „Wir ergänzen ganz offiziell die Arbeit des JobCenter“, erklärt Stefan Dannenberg, Diözesanreferent Integrationsdienste, und übrigens auch erster Leiter der Notaufnahmeeinrichtung in Celle-Scheuen. „Unsere ehrenamtlichen Integrationslotsen sprechen mit den Unternehmen, treffen dann eine erste Vorauswahl unter jenen Flüchtlingen, die in Frage kommen und begleiten sie auch zum Vorstellungstermin.“ Die persönliche Nähe der Ehrenamtlichen zu den arbeitsfähigen Migranten scheint sich auszuzahlen, denn die Vermittlungserfolge werden nach Dannenbergs Aussage auch vom JobCenter anerkannt.

Die meisten Arbeitsverhältnisse kamen in der Gastronomie und Hotellerie zustande. Auch beim Bau und im Gartenbau gibt es immer wieder Arbeitsplätze, die für Migranten in Frage kommen. 120 betreuen die Malteser in Celle derzeit aktiv, darunter sind etwa 40 arbeitsfähig und auch arbeitssuchend.

Die Integrationsarbeit der Malteser ist damit in eine neue Phase eingetreten. In den ersten eineinhalb Jahren haben Dannenberg und seine beiden Ehrenamtskoordinatoren Integrationsdienste – Mizgin Kizilyel und Magdalena Kotwica – den Geflüchteten vor allem beim Ankommen geholfen und ehrenamtliche Integrationslotsen geschult: Hilfe beim Sprachenlernen, Kennenlernen bei Festen, Unterstützung bei Behördengängen und anderes. In Zukunft wird es nun verstärkt um die Eingliederung in den Arbeitsmarkt gehen, denn – so Dannenberg: „Integration gelingt am besten durch Arbeit.“

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