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Malteser Celle

Gott nimmt sich der Schwachen an

Lourdes-Wallfahrt der Malteser in der Diözese Hildesheim hat begonnen

30.08.2019
Kaplan David Bleckmann aus Lehrte feiert in der Flughafenkapelle einen Gottesdienst mit den Wallfahrern; Bildquelle: Lukas/Malteser

Hannover (mhd) Durch die Lüfte zu Bernadette: Die Malteser der Diözese Hildesheim sind wieder in Lourdes. Am Donnerstag, 29. August, flogen sie um 13 Uhr mit Swissair ab Flughafen Hannover gen Frankreich. Die diesjährige Wallfahrt wurde von der Klosterkammer Hannover mit 4500 Euro unterstützt. Kammerdirektor Andreas Hesse kam eigens zum Flughafen, um die große Gruppe zu verabschieden.

Vor dem Abflug traf sich die Wallfahrergruppe wie üblich zu einem Gottesdienst in der Flughafenkapelle, wo Kaplan David Bleckmann aus Lehrte als Geistlicher Wallfahrtsleiter den Reisesegen erteilte und auch einen kurzen Gruß von Bischof Dr. Heiner Wilmer verlas. „Ihre Reise steht unter dem Motto: ‚Selig Ihr Armen, denn Euch gehört das Reich Gottes.‘ Dieser Satz aus der Bergpredigt macht deutlich, wie sehr sich Gott unserer Schwäche und Bedürftigkeit annimmt“, gab der Bischof den Wallfahrern schriftlich mit auf den Weg.

Er freue sich sehr, die Lourdes-Wallfahrt auch in diesem Jahr wieder fördern zu können, sagte Kammerdirektor Andreas Hesse als Vertreter von Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas nach dem Gottesdienst in einem kurzen Grußwort und bekannte zugleich, als Lutheraner Wallfahrten eher skeptisch zu sehen. Allerdings habe ein von der Klosterkammer Hannover gefördertes wissenschaftliches Projekt kürzlich gezeigt, dass in der frühen Neuzeit Protestanten in das Heilige Land gepilgert seien und evangelische Wallfahrten zu so genannten „Wunderbrunnen“ stattgefunden hätten. Jenseits aller theologischer Bedenken und als Angehöriger des Johanniterordens könne er jedenfalls seine Bewunderung darüber nicht verhehlen, „dass Sie seit vielen Jahren diese Pilgerfahrt perfekt organisieren“, so Hesse weiter.

Bis zum kommenden Montag, 2. September, wird die Ordensgruppe unter der Leitung von Hubertus Frhr. Roeder v. Diersburg und der Hildesheimer Diözesanoberin Marie-Rose Frfr. von Boeselager mit 36 Kranken und 40 Betreuerinnen und Betreuern, darunter auch Ärzten, in der kleinen südwestfranzösische Stadt bleiben, wo der jungen Bernadette Soubirous 1858 die Jungfrau Maria erschienen sein soll.

Untergebracht ist die Reisegruppe im Accueil Notre-Dame im Heiligen Bezirk des Wallfahrtsortes, einem ehemaligen Krankenhaus. Vier Tage lang will die Gruppe Gottesdienste und Lichterprozessionen besuchen. Außerdem steht ein Besuch der Heiligen Bäder auf dem Programm und einmal soll es auch in die Pyrenäen gehen, wo ein großes Picknick geplant ist. Natürlich darf auch ein Besuch der Erscheinungsgrotte nicht fehlen. Höhepunkt dürfte am Sonntag der Internationale Gottesdienst in der unterirdischen Basilika St. Pius X. werden.

Bereits zum 20-mal reisen die Malteser aus der Diözese Hildesheim mit kranken Menschen nach Lourdes. Bei der ersten Reise im Jahre 1999 war das Interesse noch relativ gering. Lediglich fünf Kranke und Behinderte waren dabei. In den vergangenen Jahren fand diese Wallfahrt aber immer größeres Interesse und ist längst zu einer festen Tradition geworden. In diesem Jahr steht die Wallfahrt unter dem Motto „Selig Ihr Armen, denn Euch gehört das Reich Gottes.“

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